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This section contains articles on aspects such as mining heritage, mining history, as well as the research conducted into collections and objects. You can read these, as well as all the current news from our mining collections and museums network.

 

This is where you will also find the Object of the Month and the Find of the Month. Both of these categories focus on a sample artefact taken from the museum collections and inventories of the montan.dok, in order to tell you something about mining history from a wide range of different perspectives.

Kunst, Kultur und Kontexte – Freizeitkunst als Sachzeugen der ‚neuen Kulturbewegung‘ im Ruhrgebiet der 1950er-Jahre

Im Laufe der fast hundertjährigen Sammlungsgeschichte des heutigen Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM) ist einiges zusammengetragen worden. Nicht immer ist für die Sammlungsmitarbeitenden nachvollziehbar, warum das ein oder andere Objekt in die Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) aufgenommen wurde; insbesondere dann, wenn der Bergbaubezug nicht auf der Hand liegt. So verhält es sich auch mit einem wuchtigen Album mit 70 Druckgrafiken, die vorrangig idyllische Szenen aus dem Emsland und dem Ruhrgebiet sowie Milieudarstellungen zeigen. Erst die Kontextualisierung des Albums bringt Licht ins Dunkel und lässt das anfänglich deplatziert wirkende Objekt zu einem Sachzeugen der Kulturpolitik im Ruhrgebiet der 1950er-Jahre werden.

„Bergwerk muß blühen. Gedanken zur Jahreswende“, Broschüre der Deutschen Kohlenbergbau-Leitung, 1952

Krisen gab es immer. Und Wege aus der Krise auch. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und Gründung der Bundesrepublik 1949 sahen sich die Unternehmen des Ruhrbergbaus ganz besonderen Herausforderungen gegenüber – in Diskussionen um Konzern-Entflechtung, Neuordnung, gar Enteignung mussten die Bergbauunternehmen zwischen Politik, Gewerkschaft und Alliierten lavieren. An den Besitzverhältnissen änderte sich letztlich wenig, aber mit der ungeliebten Montanmitbestimmung mussten die Unternehmen doch eine Kröte schlucken.

Lieder- und Gebetbuch eines Bergmanns

„Wohl gebetet! / Denn zur Tiefe willst du fahren, / Gott allein kann dich bewahren, / Darum schaue erst hinauf! / Hol' vom Herrn dir ein Glück auf!“ So lautet die erste Strophe eines Gebets bzw. Lieds in einem kleinen handschriftlich verfassten Gebetbuch eines Bergmanns der Zeche Hannover aus dem Jahr 1850. Es ist ein Zeugnis aus einer Zeit, als Gebet und Gesang ein Teil der Arbeitswelt im Ruhrbergbau waren und nicht nur staatlicherseits verordnet, sondern auch vonseiten der Zechenbetreiber durchaus gefördert wurden.

Neuer Name für das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge

Im Sommer 2024 wird das seit 2017 grundsanierte Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge mit einer neuen Ausstellung eröffnet. Mit der Neueröffnung ändert sich gleichzeitig der Name. Künftig wird das Museum den Namen „Kohlewelt. Museum Steinkohlenbergbau Sachsen“ tragen. Die Namensänderung ist das Ergebnis eines

Feuerkratzer eines Wetterofens der Zeche Hibernia in Gelsenkirchen

Wetteröfen waren im industriellen Bergbau weit verbreitet. Bevor sie Ende des 19. Jahrhunderts durch dampfgetriebene Ventilatoren endgültig verdrängt wurden, sorgten sie in den Grubenbauen für eine Versorgung mit frischer Luft und für den Abzug schädlicher und explosionsgefährlicher Gase. Über Tage installiert, konnten diese Anlagen mit ihren Kaminen eine beträchtliche Größe erreichen. Dennoch sind sie, anders als etwa die weit verbreiteten und gut sichtbaren Fördergerüste, nur selten als Denkmäler früheren Bergbaus erhalten. Umso mehr ist ein originaler Feuerkratzer eines Wetterofens der Gelsenkirchener Zeche Hibernia ein seltener originaler Zeuge dieser heute vergessenen Technologie. Bewahrt wird er in den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok).

Buntes Blech für kleine und große Bergleute

Bei den Vorbereitungen zur Sonderausstellung „Glück auf! Ruhrgebiet. Der Steinkohlenbergbau nach 1945“ haben die Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums 2008 ein besonderes Blechspielzeug als Schenkung erhalten. Spielend und spielerisch ließ es sich 2009 in die Ausstellungseinheit „Die Kohle und das ,Wirtschaftswunder‘“ integrieren und stand damit auch symbolisch bis in die Kinderzimmer hinein für die wirtschaftlichen Auswirkungen des Wiederaufbaus in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Spielzeug greift das Thema „Steinkohlenbergbau“ durch die verwendeten Motive vielfach auf.

Knapp bei Kasse – Notgeld als Quellen kulturhistorischer Forschung

Notgeld kam in der Vergangenheit zum Einsatz, wenn von staatlicher Seite in Zeiten von Krieg oder Inflation nicht genügend Geldmittel bereitgestellt werden konnten. Auf diese Weise sollte der Zahlungsverkehr aufrecht erhalten werden. Obwohl diese Ersatzwährungen lediglich für kurze Zeiträume und in eng abgesteckten Bezirken galten, belegen erhalten gebliebene Scheine in der Sammlung „Notgeld und Marken“ im Bergbau-Archiv Bochum im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok), dass es Menschen auch in Krisenzeiten immer wieder verstanden, aus der Not eine Tugend zu machen.

Zwei Seiten einer Münze

Ob nun die Ruhrbesetzung, der Hitlerputsch oder die Ausrufung der „Rheinischen Republik“: Das Jahr 1923 ist als eines der größten Krisenjahre in die deutsche Geschichte eingegangen. Ständiger Begleiter dieser Entwicklungen, die das politische System der noch jungen Weimarer Republik existenziell bedrohten, war die Hyperinflation. Welche schwindelerregenden Höhen die rapide Geldentwertung im November 1923 erreichte, bezeugt ein 1-Billion-Mark-Stück in den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok).

Das Bergwerk als Tatort: Quellen zu einer Kriminalgeschichte des Ruhrbergbaus

Die Kriminalgeschichte des Bergbaus ist bislang noch nicht geschrieben – die montanistische Rechtsgeschichte beschäftigt sich eher mit Fragen von Wirtschaftsrecht, Konzessionierungen und den Verantwortlichkeiten für bergbauliche Umweltschäden denn mit menschlichen Abgründen und bösen Buben. Aber wie in allen Lebensbereichen findet sich etwas verbrecherische Energie natürlich auch im Bergbau. Und so ist es nur ein kleiner Schritt von der Welt unter Tage in die Unterwelt!

Brandsachen – Ein Grubenwehrfilm im Bergbau-Archiv Bochum

Ein Telefonanruf, die Grubenwehrleute der Zeche Rheinelbe eilen zu ihren Fahrzeugen und rücken aus, fahren zur Einsatzstelle und legen Ausrüstung und Atemschutzgeräte an. Nach einer kurzen Einweisung durch einen Zechenbeamten vor Ort beginnen sie mit den Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen: dem Wegschaufeln von Geröll, dem Zuschneiden und Setzen hölzerner Grubenstempel und Erste Hilfe-Maßnahmen an einem Verunglückten mit einem Beatmungsgerät „Pulmotor“ der Firma Dräger. Diese Einblicke in die Arbeit der damaligen Grubenwehren gewährt ein kurzer Stummfilm aus den 1930er-Jahren. Er ist eines der seltenen filmischen Zeugnisse zum Grubenrettungswesen aus dieser Zeit in der umfangreichen Filmsammlung des Bergbau-Archivs Bochum im Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok).