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Object of the Month

“montan.dok 21” is a research project that delves deeper into the history of the museum collections retained by the Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok), and its inventories are recorded and analysed. The diversity of the material mining heritage in our collections ranges from large machines to a statue of St. Barbara, from a company brochure to a watch presented as an anniversary gift. All the objects relate the history of mining in a myriad of ways.

 

The Object of the Month is the shop window for our research into collections and objects. The researchers engaged in this project examine sample artefacts covering a range of material properties, sectors of industry, and periods of mining history. At the same time, they afford a glimpse into the various collections held by the montan.dok – in the Mining Archive of Bochum, the library/photo library as well as the museum collections themselves.

Auf das Innere kommt es an

Die Stereopanoramen im Deutschen Bergbau-Museum Bochum sind seit ihrer Anschaffung eine beliebte Attraktion der Dauerausstellung. Doch was steckt hinter oder besser gesagt in den ungewöhnlichen Metallkisten? Und woher stammt Europas größte Sammlung von bergbaubezogenen Stereofotografien überhaupt?

Ein Wimmelbild des Bergbaus: Eine bergmännische Geduldflasche aus dem 19. Jahrhundert

Jeder kennt die in Glasflaschen mit viel Geduld eingebauten „Buddelschiffe“. Dass auch der Bergbau Flaschen dieser Art hervorgebracht hat, ist hingegen weit weniger bekannt. Statt Segelschiffen und anderer maritimer Szenen findet man hier die Welt unter und über Tage in liebevoll geschnitzten Bergwerken hinter Glas. Eine dieser bergmännischen so genannten Geduldflaschen stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und führt in ihrem Detailreichtum nicht zuletzt die Maschinerien und Arbeitsweisen des vorindustriellen Bergbaus anschaulich vor Augen.

Ein Taschenrechner im Dunkeln

Auf einer Konferenz der Internationalen Vereinigung bibliothekarischer Verbände und Einrichtungen im Jahre 1997 prägte Terry Kuny den Begriff des „Dunklen Zeitalters der Digitalisierung“. In seinem Vortrag äußerte er die Befürchtung, dass die Bewahrung des digitalen Kulturerbes in Gefahr sei und dringend Strategien und Richtlinien zur Erhaltung der so flüchtigen digitalen Daten entwickelt werden müssten. Ein programmierbarer Taschenrechner in den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok) zeigt auf, wie diese digitale Vergänglichkeit Museen, Archive oder Bibliotheken auch heute noch vor große Herausforderungen stellt.

Das Kupfer Ihrer Majestät

Seit nunmehr 70 Jahren ist Elisabeth II. Königin des Vereinigten Königreichs und erlebte in diesem Zeitraum die Transformation des British Empire zum Commonwealth of Nations mit. In den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) befindet sich eine zypriotische Münze, die

Neujahrsgrüße vor 80 Jahren: Eine Eisenkunstgussplakette im Lichte ihrer Zeit

Eisenguss zur Herstellung von Maschinenteilen, Kanonen und Küchengefäßen standen am Anfang der Produktion der 1796 gegründeten Königlich-Preußischen Eisengießerei in Gleiwitz, doch ließ die Kunst nicht lange auf sich warten. Schmuck, Plastiken und Medaillen wurden in unterschiedlichsten Ausformungen gegossen, seit dem 19. Jahrhundert gehörten dazu auch Neujahrsplaketten.

Schuhsohlen und Waschpulver: Forschung für mehr Sicherheit

Selbstschnürende oder blinkende Schuhe, Sneakers mit Rollen oder integriertem Schrittzähler – die Welt der Fußbekleidung ist seit Jahren vielfältig und, je nach Wunsch der potentiellen Käufer:innen, bunt und innovativ. Auch in der Welt des Bergbaus spielen Schuhe eine wichtige Rolle und gehören als Sicherheitsausstattung zur Standardausrüstung eines jeden Bergmanns. Allerdings steht dort weniger das Design als vielmehr der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, was man den allseits bekannten schweren und mit Stahlkappen versehenen Arbeitsstiefeln auf den ersten Blick gut ansehen kann.

4 PS für den Bergbau: Die technische Zeichnung einer Wasserhebungs-Dampfmaschine

Im 18. Jahrhundert leisteten Dampfmaschinen als universell einsetzbare Kraftmaschinen einen wesentlichen Beitrag zur Industrialisierung in Europa. Dabei war diese grundlegende Innovation auf das Engste mit dem Bergbau verbunden. Wie diese Maschinen nicht nur den Abbau von Kohle revolutionierten, lässt sich an der Zeichnung einer Wasserhebungs-Dampfmaschine der südwestlich von Halle/Saale gelegenen Braunkohlengrube Gute Friederike ablesen. Die Zeichnung stammt von 1850 und ist heute im montan.dok zu finden.

Die Kunst will geübt sein

Je tiefer der Bergbau in die Erde vordrang, desto weitere Entfernungen mussten die Bergleute zurücklegen, um vor Ort die verschiedenen Erze oder Kohle zu gewinnen. Not macht bekanntlich erfinderisch, und so wurde die Fahrkunst geboren. Allerdings brauchte es einige Übung, um bei der Ein- und Ausfahrt aus dem Bergwerk von der Erfindung profitieren zu können.

Die Büchse der Pandora? Brisante Freizeitkunst

Ein fast unscheinbares Holzstück entpuppt sich als Holzbüchse mit brisantem Inhalt und spannender Geschichte. Diese Büchse war dem Bergmann nicht nur Hilfe und Arbeitsinstrument. Sie wurde außerhalb des eher technischen Arbeitseinsatzes auch in der Freizeit handwerklich verschönert und erhielt dadurch mitunter einen ideellen Wert für den Bergmann.

Ob Türkei oder Deutschland: Das Zählbrett funktioniert überall

In den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) lassen sich nicht nur Relikte des deutschen Steinkohlenbergbaus finden, sondern auch viele internationale Objekte. Das Museumsdepot beherbergt beispielsweise eine Gedingetafel aus der Türkei, die dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum 2011 von Bergassessor a. D. Otto-Ernst Schröder, einem ehemaligen Bergschullehrer der Westfälischen Berggewerkschaftskasse (WBK), geschenkt wurde. Doch was ist eine Gedingetafel eigentlich?