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Find of the Month

The range of material mining heritage held in the museum collections of the Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok) is huge. “montan.dok 21” is a research project that delves deeper into the history of the museum collections retained by the montan.dok, and its inventories are recorded and analysed. This work is used to showcase a Find of the Month, which we present to you here.

Die Zukunft des Bergbaus: Steuerpult der Grubenwarte der Zeche Sophia Jacoba von 1967

Zu Beginn der 1980er-Jahre hielt in Deutschland „Kollege Computer“ Einzug auch in der Arbeitswelt des Bergbaus. Die Vorgeschichte dieser von Mechanisierung und Rationalisierung geprägten Entwicklung spiegelt unter anderem die Einrichtung zentraler Grubenwarten über Tage, wie die auf der Zeche Sophia Jacoba in Hückelhoven 1967. Anlagen dieser Art erleichterten nicht nur die Kommunikation unter Tage, sondern ermöglichten bald auch eine direkte Kontrolle und Steuerung von Betriebsabläufen, was bis heute den modernen Bergbau weltweit prägt.

„Seinem hochverdienten Geschäftsführer Doctor Natorp zur Erinnerung an 25jährige Thätigkeit“

In eigentlich jedem Archiv oder jeder musealen Sammlung gibt es besondere Stücke, die immer wieder oder besonders gerne zur Hand genommen und vorgezeigt werden. Weil sie historisch oder monetär besonders wertvoll sind, weil sich mit ihnen eine besondere Geschichte verbindet, weil sie repräsentativ für die Bestände bzw. Sammlungen sind oder weil sie aufgrund ihrer materiellen Qualität und ihrer auratischen Kraft in ganz besonderer Weise Einblicke in längst vergangene Zeiten vermitteln können.

Ein Reisealbum aus dem Krieg

Im Bergbau-Archiv Bochum, unter dem Datenbankeintrag mit dem Titel „Zeit als Kriegsfreiwilliger beim Regiment Nr. 13“, findet man ein Fotoalbum mit elf beidseitig beklebten Blättern. Dieses vergleichsweise dünne Album wird von einem Einband mit ockerbraun gemustertem Stoff umspannt und durch eine Schnur zusammengehalten. Die Abbildungen sind auf dunklem Karton angeordnet und werden durch handschriftliche Notizen mit Datum und teilweise zusätzlichen Informationen kommentiert. Dieses Album erzählt die Geschichte des Kriegsfreiwilligen Theodor Albrecht in der Zeit zwischen August 1914 und Juni 1915.

Römischer Wein oder Dortmunder Bier: Der künstlerische Reiz des Ruhrgebiets

Zwei Männer befinden sich in einem dunklen Raum, der eine sitzt Modell, der andere malt. Durch das Fenster wird der Blick auf eine Industriekulisse mit qualmenden Schloten und einem alles überragenden Fördergerüst freigegeben. Daneben prangt ein Schild. Es wirbt für Dortmunder Union Bier und liefert so eine grobe Verortung der auf der Lithographie dargestellten Szene.

Wo kommen die Zechenarbeiterinnen auf der Hängebrücke her – und wo gehen sie hin?

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal zeigt aktuell die Sonderausstellung „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und künstlerischer Aufbruch“. Wo da der Zusammenhang zum Deutschen Bergbau-Museum Bochum besteht? In der Ausstellung ist auch ein Gemälde aus den Musealen Sammlungen des montan.dok zu sehen: „Zechenarbeiterinnen auf einer Hängebrücke“ – unser aktueller Fund des Monats Mai.

Mit dem Latein am Ende – Wenn Provenienzforschung an ihre Grenzen stößt

In über 90 Jahren Sammlungsgeschichte häuft sich einiges an: Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum beherbergt in den Musealen Sammlungen des montan.dok insgesamt rund 350.000 Objekte. Um den Überblick über die Bestände nicht zu verlieren, ist bereits in den 1940er-Jahren begonnen worden, die eingegangenen Sammlungsgegenstände – wie etwa Lampen, Maschinen, Arbeitsgeräte oder auch Kunstwerke – zu dokumentieren. Die dafür angelegten Karteikarten sind insbesondere für die frühen Objekteingänge eine der wichtigsten Quellen für die Objektforschung. Und dennoch verleiten sie heute manchmal dazu, ehemalige Sammlungsmitarbeitende „in die tiefsten und finstersten Abgründe der Hölle“ zu verfluchen.

Kahnfahrten unter Tage

Vor dem Umbau und der Neugestaltung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum zeigte die Dauerausstellung ein zunächst erstaunlich und überraschend anmutendes Sammlungsobjekt: In der damaligen Halle 16, der „Maschinenhalle“ im Tiefparterre, hing inmitten bergbaulicher Maschinen und Großtechnik aus Stahl, Eisen und anderen moderneren Materialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert ein hölzerner Kahn von der Decke herab. Bei manch einem Besuch mag die Frage aufgekommen sein, was denn solch ein Holzkahn im Bergbau und damit auch in einem Bergbaumuseum zu suchen hat.

Grubenrettung für Jedermann: CO-Filter-Selbstretter, Modell 623 von Dräger

Neben der Kopflampe zählt er heute zu den wichtigsten persönlichen Ausrüstungsgegenständen des Bergmanns unter Tage: Der Selbstretter oder wie die genaue Bezeichnung lautet „CO-Filter-Selbstretter“. Die Einführung als Standardrettungsgerät im deutschen Steinkohlenbergbau in den 1950er-Jahren hängt auch mit dem bis heute größten Grubenunglück in Deutschland auf der Zeche Grimberg bei Bergkamen am 20. Februar 1946 zusammen, das sich in diesem Monat zum 75. Male jährt.

Sicherheit beim Trinken: Deckelhumpen in Form einer Benzin-Sicherheitslampe

Souvenirs und Andenken aus dem Bergbau sind in vielen Formen überliefert. So etwa als persönliche Erinnerungsstücke oder in Serie produzierte Objekte mit Bergbaumotiven. Sie sind Teil einer ortsübergreifenden und allgemeinen Erinnerungskultur und finden sich nicht nur in den Wohnzimmerschränken ehemaliger Bergleute, sondern haben auch Eingang in Sammlungen und Ausstellungen von Museen gefunden.

Weihnachten im Museum

Reich geschmückt zeigen sich jetzt in der Adventszeit allerorts Wohnungen, Häuser, Geschäfte und Arbeitsplätze. Von der langen Tradition, alles für das Weihnachtsfest entsprechend zu dekorieren, zeugen eine ganze Reihe von Objekten in den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok), darunter ein Weihnachtsberg.