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Fund des Monats

Die Bandbreite des materiellen Bergbauerbes in den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) ist immens. Im Forschungsprojekt „montan.dok 21“ wird die Geschichte der Musealen Sammlungen des montan.dok weiter aufbereitet, Bestände werden erfasst und analysiert. Dabei gibt es auch den ein oder anderen „Fund des Monats“, den wir Ihnen hier präsentieren.

Stellvertretende Eitelkeit – Auftragsporträts im Deutschen Bergbau-Museum Bochum

Gemeinhin gelten Museen als Aufbewahrungsorte historisch wertvoller Objekte. Dass das Deutsche Bergbau-Museum Bochum (DBM) auch eigens in Auftrag gegebene Kunst in den Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) beherbergt, ist allerdings nur wenigen bekannt. Ein von Gründungsdirektor Dr.-Ing. Heinrich Winkelmann 1942 bestelltes Porträt von Hugo Schultz ist deshalb ein willkommener Anlass, das Geburtstagskind im November von seiner besten Seite zu präsentieren und gleichzeitig auf die älteste zusammenhängende Serie an Ölgemälden in den Musealen Sammlungen zu verweisen.

Der Adel zu Besuch im Bergwerk

Wenngleich man den Bergbau allgemein eher mit schwerer Arbeit und Schmutz als mit Prunk und Gloria in Verbindung bringt, so gab es durchaus Anlässe, zu denen der Bergbau sich herausputzte. Für die Bergleute bedeutete dies in erster Linie das Tragen einer Paradeuniform, geziert mit verschiedenen Attributen, darunter das so genannte Häckel oder die so genannte Bergbarte.

Ein ganzes Leben zwischen Zelluloid und Kautschuk

Zwangsarbeit im Nationalsozialismus hinterließ in der archivalischen Überlieferung des deutschen Steinkohlenbergbaus eine umfangreiche Sammlung an Personalunterlagen. In bürokratischer Tradition wurde auf einigen Zechen jeder Zwangsarbeiterin und jedem Zwangsarbeiter eine Personaltasche zugeordnet. Diese äußerlich kaum unterscheidbaren Zeitkapseln beinhalten teilweise Artefakte individueller Schicksale.

Es waren einmal… die Werbegeschichten der Union-Briketts

Mit Ökostrom betriebene Haushaltsgeräte und durch Wärmepumpen oder Pellets gespeiste Heizungsanlagen gehören für uns heute zum Alltag. Da scheint es kaum noch vorstellbar, dass es Zeiten gab, in denen in zahlreichen Haushalten in Deutschland Braunkohlenbriketts zum Heizen, Kochen und Waschen verfeuert wurden.

Dem Druck standhalten

Etwa 140 Fußballfelder Holzbestände verbrauchten die Ruhrgebietszechen Ende der 1940er-Jahre täglich für die Grubenbaue. Was manchem unter Umweltschutzgesichtspunkten heute die Tränen in die Augen treiben dürfte, war auch damals nicht problemlos – vorrangig aus Kostengründen. Das damalige Bergbau-Museum Bochum widmete sich eingehend den Fragen einer effektiven Nutzung von Holz unter Tage.

Tauchen im Bergwerk

Die Arbeitswelt unter Tage ist nicht ohne Risiken. Im gesamten Betriebsablauf sind die Bergleute auf das Funktionieren von Technik angewiesen. Ein Tauchgang nach einem Wassereinbruch in einer Zeche fügt diesem Umfeld noch eine weitere Komponente hinzu – das Überleben unter Wasser hängt nicht zuletzt von den Tauchgeräten ab. Im Bergbau-Archiv Bochum findet sich Prospektmaterial, das einen Eindruck von Tauchausrüstungen vermittelt, wie sie in der 1873 von der Westfälischen Berggewerkschaftskasse und dem Bergbau-Verein gegründeten Abteilung „Taucherei“ eingesetzt wurden.

Kauenlatschen für die Ewigkeit

Als der kurz vor seiner Anerkennung als Bergbaubeflissener stehende Helmut Linke am 04. April 1952 seine erste Schicht auf der Zeche Friedrich Heinrich 1/2 in Kamp-Lintfort verfuhr, hat er wohl nicht daran gedacht, Teile seiner Arbeitskleidung eines Tages einem Museum zu schenken. Ganz andere Gedanken werden ihm durch den Kopf gegangen sein.

Das Objekt im Fokus

Der fotografische Beleg eines Objektes gehört zur guten Praxis bei der Objektdokumentation im musealen Bereich. Aber wie gut muss das Foto sein?

Fund des Monats: Das Formular im Bergbau

Formulare sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Sie sorgen für den effizienten Ablauf verschiedenster Vorgänge. Allen Formularen ist gemein, dass Informationen in standardisierter Weise ausgetauscht werden. Im Bergbau spielt diese Form der Schriftlichkeit ebenfalls eine Rolle. Vom Gutscheinformular für einen halben Liter Vollmilch bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses demonstrieren Beispiele aus dem Bergbau-Archiv Bochum beim Montanhistorischen Dokumentationszentrum die Vielseitigkeit eines aufgrund seiner Allgegenwart wenig beachteten Dokumenttyps.