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Aktuelles

In diesem Bereich finden Sie Beiträge aus den Bereichen Bergbauerbe, Montangeschichte sowie Sammlungs- und Objektforschung. Diese werden Ihnen mit den aktuellen Neuigkeiten aus den bergbaulichen Sammlungen und Museen zur Verfügung gestellt.

 

Außerdem finden Sie hier den das Objekt des Monats und den Fund des Monats. In beiden Kategorien möchten wir Ihnen anhand eines exemplarischen Objekts aus den Musealen Sammlungen und Beständen des montan.dok etwas über Montangeschichte aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählen.

Buntes Blechspielzeug in der Sonderausstellung „Doppelbock auf Museum“

Im Dezember 2023 präsentierten wir bereits unter dem Titel „Buntes Blech für kleine und große Bergleute“ eine Förderbahn des Steinkohlenbergbaus der Firma Gebr. Einfalt aus Nürnberg (montan.dok 030006248001). Während diese noch in einem Originalkarton überliefert ist, aus dem zahlreiche Hinweise ableitbar sind, so fehlt dem Objekt des Monats April 2024 diese Verpackung. Und doch, jenseits der grundsätzlich möglichen beschreibenden Wiedergabe des Objekts, wissen wir durch die bei der Übernahme erfassten Informationen einiges über das besagte Blechspielzeug.

Achtung! Küchenpolizei!

Wirsing, Salzkartoffeln, Fettsauce und Wurst. Kohlrabi mit Rindfleisch, Salzkartoffeln und Fettsauce. Jägerkohl mit Rindfleisch, Salzkartoffeln und Fettsauce. Nudeln mit Gulasch. Bohnen mit Rindfleisch, Salzkartoffeln und Fettsauce. Wirsing mit Rindfleisch, Salzkartoffeln und Fettsauce. Erbsen mit Speck. Was sich liest, wie das Food-Festival der Fettsaucen-Fans, ist der Wochenspeiseplan einer Bergwerksküche aus dem Jahr 1948. Überliefert ist der Speiseplan durch die Aufzeichnungen von Rolf Glitz, der in den Nachkriegsjahren als Inspekteur für Bergwerksküchen im Auftrag der Alliierten im Ruhrgebiet unterwegs war.

Untertagewelt auf der Zeche Zollverein

Das UNESCO-Welterbe Zollverein verfügt seit Kurzem über eine neue Attraktion. Eine Ausstellung im Bergebunker ermöglicht den Besuchenden in sechs Räumen, die Geschichte und Gegenwart des Standortes näher zu erkunden. Großformatige Karten, Projektionen und Filme zeigen Alltag und Arbeit von Bergleuten und ihre

Ein Bergbauunternehmer auf Reisen: Fotoalben und Urlaubsfotografien von Bergwerksdirektor Wilhelm Kesten

Es gibt viele Gründe, warum Menschen in privaten Kontexten, wie Urlaubsreisen, fotografieren, so zur „persönlichen Erinnerung, der biographischen Selbstvergewisserung und der familiären Selbstdarstellung“ (Pagenstecher, Tourismus, S. 274). Diese Beweggründe spiegeln sich oft auch im Umgang mit den entwickelten Fotos und ihren Verwendungszwecken wider, sind aber für Außenstehende meist nicht direkt nachzuvollziehen. Im Kontext der Visual History versuchen Historiker:innen Entwicklungslinien in den Motiven, Verwendungszwecke und den Umgang mit der privaten (Urlaubs-)Fotografie nachzuzeichnen.

Schulwandbild „Elektro-hydraulischer Walzenlader von Eickhoff W-SE IV“

Die Generation, die bis in die 1990er-Jahre die Schulbank drückte, wird sich noch gut daran erinnern: das Schulwandbild. Gerollt aufbewahrt, entfaltete es während des Unterrichts seine volle Wirkung erst am Kartenständer, wo es in bunter Grafik das Planetensystem vorstellte, Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt gab oder die Eroberungen des römischen Reiches zeigte. Ein Wandbild zur Technik eines Walzenladers macht deutlich, dass diese Bilder auch im Unterricht von Bergschülern eine wichtige Rolle spielten.

Neuer Vorsitzender des Interessenkreises Bergbaumuseum Hausham

Der Interessenkreis Bergbaumuseum Hausham e.V. hat einen neuen Vorsitzenden. Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Dr. Wolfgang Grützner ist Dr. Wolfgang Bloch. Der aus Mülheim an der Ruhr stammende Bloch sieht seine künftige Aufgabe vor allem darin, die Bergbaugeschichte Haushams trotz der Schließung des

Projektförderung für das Erlebnisbergwerk Velsen

Das Erlebnisbergwerk im saarländischen Velsen kann sich über eine Projektförderung in Höhe von 50.000 Euro freuen. Das Geld soll zu einem besseren Angebot von Veranstaltungen und Führungen durch das Bergwerk verwendet werden. Weitere Informationen finden Sie hier .

Betriebskosten für das Bergbaumuseum Peißenberg massiv gestiegen

Das Bergbaumuseum Peißenberg hatte in den letzten Jahren einen massiven Anstieg der Betriebskosten zu verzeichnen. Daher bestehen derzeit Überlegungen, wie etwa durch höhere Eintrittspreise, die so entstandene Finanzierungslücke geschlossen werden kann. Weitere Informationen finden Sie hier

Preußische Bergbeamte im Porträt: Zwei bedeutsame Fotoalben als Geschenke an Oberberghauptmann Albert Ludwig Serlo

Dass verdienten preußischen Bergbeamten zu bestimmten Anlässen künstlerisch wertvolle Geschenke gemacht wurden, entsprach einer allgemeinen kulturellen Praxis des wilhelminischen Bürgertums seit den 1860er-Jahren. Am meisten verbreitet waren aufwändige und hochwertige Kunstobjekte, so beispielsweise der Tafelaufsatz für den so genannten Vater des allgemeinen preußischen Berggesetzes von 1865 und Direktor des Bonner Oberbergamts Hermann Brassert (1820-1901). Umso mehr sind deshalb zwei Fotoalben von Interesse, die dem hohen preußischen Bergbeamten Albert Ludwig Serlo (1824-1898) im späten 19. Jahrhundert zu beruflichen Jubiläen zugedacht worden sind.

Kunst, Kultur und Kontexte – Freizeitkunst als Sachzeugen der ‚neuen Kulturbewegung‘ im Ruhrgebiet der 1950er-Jahre

Im Laufe der fast hundertjährigen Sammlungsgeschichte des heutigen Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM) ist einiges zusammengetragen worden. Nicht immer ist für die Sammlungsmitarbeitenden nachvollziehbar, warum das ein oder andere Objekt in die Musealen Sammlungen des Montanhistorischen Dokumentationszentrums (montan.dok) aufgenommen wurde; insbesondere dann, wenn der Bergbaubezug nicht auf der Hand liegt. So verhält es sich auch mit einem wuchtigen Album mit 70 Druckgrafiken, die vorrangig idyllische Szenen aus dem Emsland und dem Ruhrgebiet sowie Milieudarstellungen zeigen. Erst die Kontextualisierung des Albums bringt Licht ins Dunkel und lässt das anfänglich deplatziert wirkende Objekt zu einem Sachzeugen der Kulturpolitik im Ruhrgebiet der 1950er-Jahre werden.